Unser Weihnachtsbrief von 2019

Liebe Jabulani - Freunde,
 

Schon wieder neigt sich ein Jahr dem Ende entgegen und es ist sicher nötig, dass Ihr etwas von - und über Jabulani erfahrt.

Es war ein sehr turbulentes aber auch ein ereignisreiches Jahr. Es wird immer schwieriger, bezahlte Arbeit für unsere Frauen und Männer zu finden. Inzwischen leben wir im Jabulani fast ausschließlich von Euren Spenden. Nur die Nähstube bekommt ab und zu kleinere Aufträge. Dann tragen unsere beiden Gärten einiges zu unserer täglichen Verpflegung bei.

Leider wurde mehrmals im Jabulani eingebrochen und dabei sehr viel zerstört. Am schlimmsten hat es dabei die Nähstube getroffen. Alle Stromkabel, der Verteilerkasten und die Steckdosen wurden sinnlos rausgerissen. Selbst vor dem Waschbecken in der Toilette machten die Einbrecher nicht halt. Dann zog ein furchtbares Unwetter über unser Gebiet hinweg. Viele der einfachen Häuser wurden beschädigt. Ganz schnell mussten vor allem die Dächer wieder gerichtet werden.

Außer meinem kaputten Bein und dem immer schlechter werdenden Augenlicht ging es mir gesundheitlich doch ganz ordentlich. Auch wenn ich nicht mehr stets überall sein konnte. Alle im Jabulani sind in den vielen Jahren ein sehr gut eingespieltes Team. Auch wenn ich mal nicht da sein konnte, ging alles sehr gut weiter. Alle kennen ihre Aufgaben und erledigen diese. Besonders die Frauen in der Küche müssen besonders erwähnt werden. Sie schaffen es immer, ein gutes warmes Mittagessen zu kochen. Es ist mir immer besonders wichtig, dass vor allem die vielen Kinder etwas Ordentliches zu essen bekommen. Auf das Küchenteam kann ich mich da stets voll verlassen. Neben der Verpflegung ist mir die Betreuung der Kinder besonders wichtig. Sie wurden in eine traurige Welt reingeboren und wir im Jabulani tun alles dafür, sie da raus zu holen und ihnen eine ordentliche Schulbildung zu ermöglichen. Solange ich es gesundheitlich noch kann, werde ich mich, dank Eurer Hilfe, ganz besonders um diese Kinder kümmern.

Da meine Gesundheit mir immer mehr zu schaffen macht, ist die Frage berechtigt, wie lange noch wird es das Jabulani in seiner bisherigen Art und Weise geben - noch Monate, ein Jahr, oder mit Gottes Hilfe sogar auch noch länger? Aber mein Versprechen ist: solange ich lebe, werde ich mich, dank Eurer Unterstützung um das Wohlergehen der Kinder kümmern. Denn sie sind es besonders wert. Deshalb meine ganz herzliche Bitte, vergesst Jabulani nicht. Es lohnt sich.

Die Jabulani Familie wünscht ein Frohes Weihnachtsfest.
Wir wünschen Euch auch Frieden, Gesundheit und Liebe untereinander. Ein gutes Neues 2020

Sr. Marco und die Jabulani-Familie

 Sr. Marco

 

 

Unser Weihnachtsbrief von 2018

Liebe Jabulani - Freunde,

Vielen Dank für Eure langjährige Unterstützung und ich hoffe, dass ich auch weiterhin auf Eure Hilfe zählen darf. Ihr habt mir wirklich geholfen, das Leben so vieler Männer, Frauen und Kinder und insbesondere der Waisenkinder zu verändern. Dafür meinen herzlichen Dank.
Im Moment gibt es viel Anspannung, da unsere Schüler ihre Abschlussprüfungen begonnen haben ... bitte haltet sie im Gebet. Zu unseren kleinen Kindern, die hier den ganzen Tag verbringen und verköstigt werden, kommen täglich noch über 40 Kinder nach der Schule zu uns und bekommen eine warme Mahlzeit. Während der Ferien verbringen fast 300 Kinder ihren Tag im Jabulani Center. Die meisten von ihnen gehören nicht zur Jabulani Familie, sie nutzen das Zentrum lediglich als einen Ort der Sicherheit und wissen, dass sie für den Tag Essen und Brot erhalten. Das bringt mich unter enormen Druck, da der Brotpreis zwischen 14 und 16 Rand pro Laib liegt. Vor allem die älteren Kinder benötigen zu einer warmen Mahlzeit noch einen Laib Brot, um genug Energie aufzubauen, um auch mal Fußball spielen zu können oder sich auch sonst sportlich zu betätigen. Aber selbst ab und zu mal einen Fußball zu kaufen sind wir leider nicht in der Lage, einfach halt zu teuer. Das Geld benötige ich ganz dringend für Schuluniformen, Transportkosten, auch mal für einen Schulausflug und vor allem für Lebensmittel. Da bleibt für irgendwelche Extras beim allerbesten Willen nichts mehr übrig.
Die Kinder sind unsere Priorität und die Zukunft unseres Landes. Wir im Jabulani tun alles um die Kinder bestmöglich zu fördern und sie für das Leben gut vorzubereiten. Dazu gehört auch eine ordentliche Ernährung. Auch unser eigener Gemüsegarten trägt das Seine dazu bei. Momentan erhalten unsere Frauen für ihre Familie, meist 5-7 Personen, wöchentlich 220 Rand etwa 14 Euro. Leider sind wir nicht in der Lage, diesen Betrag zu erhöhen. Ein 10 kg Sack Maismehl kostet zurzeit um die 70 Rand und muss eine Woche reichen.

Dieses Jahr gab es aber auch viele gute Überraschungen.

1. Die Robin Hood Fundation hatte einen Mahala-Markt für die Gogos (Großmütter) und Mkulus (Großväter) organisiert.
2. Ushaka Marine World hatte unseren Kindern eine Party gegeben.
3. 4 Nähmaschinen wurden gespendet, davon 2 Overlock Maschinen.
4. Unsere Freundin Sabine hatte die Idee Handy Umhängetaschen im Jabulani nähen zu lassen. Sofort gingen 200 Stück davon nach Europa und die Robin Hood Fundation kaufte 500.
5. Der Gemüsegarten ist frisch bepflanzt und trägt zur Ernährung wieder bei.
6. Auch konnte endlich die Küche saniert werden. Ein neuer Schornstein, neue Arbeitsplatte und vor allem ein neues Dach.
7. Von zwei Firmen haben wir Stoffreste bekommen und es wird noch viel mehr dazu kommen. Die fleißigen Frauen in der Nähstube nähen daraus vor allem Baby- und Kinderkleidung.

Hier in Südafrika können Geschäftsleute manchmal mit Essensspenden sehr großzügig sein, was eine große Freude ist. Aber ich muss zugeben, dass Bargeld sehr nötig ist, da wir oft viele Dinge kaufen müssen, die benötigt werden und ebenso auch, um den Frauen und Männern ihr kleines Gehalt zu geben.
Viele Frauen laufen zu Fuß zum Jabulani Center und hoffen auf Arbeit und etwas zu essen. Wenn ich diese immer wieder wegschicken muss, bricht es mir das Herz. Aber es ist mir leider unmöglich, allen, die da ankommen, zu helfen.

Über die allgemeine Situation in SA möchte ich zumindest kurz berichten. Ein ungebremstes Bevölkerungswachstum, aber auch ein sinkendes Wirtschaftswachstum tragen dazu bei, dass es immer mehr Arbeitslose, vor allem bei der jungen Generation, gibt. Dadurch steigt dann leider auch die Kriminalität. Auch bei uns im Jabulani Center wurde schon mehrfach eingebrochen. Auch die zumindest geplante Landreform (Enteignung ohne Entschädigung) macht die Situation nicht besser. Sicher ist, dass dadurch (ausländische) Investoren abgeschreckt werden. Die Korruption zu bekämpfen bleibt ein Wunschtraum. Auch ist Aids nach wie vor ein ungelöstes Problem.

Viele meiner Freunde und Familie machen sich Sorgen um meine Gesundheit. Es sind meine Beine, die schwach sind, auch meine Augen wollen nicht mehr so richtig. Aber meine nötige Stärke und mein Vertrauen kommen von Gott.

Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, meinen Brief an Euch zu lesen. Möge der Friede Gottes mit Euch und Eurer Familie sein.

Ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches 2019.
Liebe und Gebet
Sr. Marco und die Jabulani-Familie

Sr. Marco

 

 

Unser Weihnachtsbrief von 2017

Was war los hier bei uns in JABULANI 2017 ?

Von ganzem Herzen wünschen wir allen, die mit uns durch Gebet, Wort und Tat verbunden sind, Gottes Segen und ein frohes Weihnachtsfest.
Frohen Mutes wollen wir mit all unseren Wohltätern in ein neues Jahr gehen!

Mariannhill, im Oktober 2017

Liebe Jabulani - Freunde!

Kurz möchten wir Euch mitteilen, was sich im Jabulani in diesem Jahr getan hat.
Die Sorgen und Nöte begleiten uns Tag für Tag. Es ist und bleibt ein Kampf um´s Überleben. Mitte September fegte ein Orkan über die Gegend um Durban hinweg.

Im Jabulani wurden mehrere Dächer abgedeckt, ganz schlimm sieht es allerdings im Township Mariannhill aus. Um dort auch zu helfen, fehlen mir allerdings zur Zeit die finanziellen Mittel. Den Bewohnern bleibt nur, wenn irgendwie möglich und erschwinglich, die Selbsthilfe.

Ganz bestimmt fragt Ihr Euch, wie es mir jetzt geht? Mein Herz wollte mich Mitte letzten Jahres nicht mehr so richtig unterstützen, inzwischen aber schlägt mein Herz wieder bestens für Alle. Dann gegen Ende letzten Jahres hatte ich mit einer tiefen Wunde und Blutvergiftung am Bein zu kämpfen. Monatelang war ich ans Bett gefesselt. Das Laufen musste ich erst mühsam wieder erlernen. Noch kann ich niemandem hinterher rennen, aber das klappt immer besser. Das Team im Jabulani ist so gut eingespielt, dass ich nur im Office zu sitzen brauche, und schon wird die Arbeit getan.

In der Nähstube wird immer fleißig gearbeitet, aber es wird immer schwieriger, etwas herzustellen, dass man dann auch verkaufen kann. Zum Glück haben wir von einer Recyclingfirma einen Arbeitsauftrag erhalten. Von Kleiderbügeln trennen wir den Metallhaken vom Plastikteil, das bringt nun uns allen doch zumindest ein kleines regelmäßiges Einkommen.

Dank Eurer Hilfe schaffen wir es noch, unseren vielen Kindern und Erwachsenen täglich ein Essen zu geben und dafür zu sorgen, dass die Kinder regelmäßig zur Schule gehen. Der größte Erfolg war und ist, dass alle von Jabulani betreuten Kinder gute Zeugnisse bekommen, einige davon sogar mit der Auszeichnung „Excellent“. Immer wieder teilen uns die Schulleiter der verschiedenen Schulen mit, dass die Jabulani Kinder überwiegend sehr gute Abschlüsse machen. Einer der Schützlinge hat sogar 90% in der Kochausbildung erreicht. In den letzten Jahren brachten es Zöglinge von Jabulani zum Polizisten, Tourist Guide, Anwalt, Farmer, Security Angestellter, und zu vielen anderen Anstellungen. Diese Erfolge bestätigen uns immer wieder, wie wichtig doch die Betreuung im und durch Jabulani ist. Das gibt uns auch die nötige Kraft, all die täglichen Nöte zu meistern.

Wenn die Kinder von der Schule kommen, gibt es ein Mittagessen, dann ist Jabulani der große Spielplatz, wo man toben, aber auch die Hausaufgaben machen kann, bis sie mit ihren Müttern nach Hause gehen.

Viele Seiten könnte jedes Jahr über das Projekt Jabulani Centre berichtet werden, aber wir wollen es bei diesen wenigen Zeilen belassen. Sollte Euch der Weg mal in die Gegend von Durban führen, kommt vorbei und macht Euch selbst ein Bild von unserem Jabulani.
Wir, und viele unserer Freunde und Helfer im Jabulani möchten gerne, dass dieses Projekt weiterlebt und wir noch sehr lange, wo auch immer nötig, helfen können. Das geht aber wie bisher nur mit Eurer Hilfe.
Bitte bleibt uns weiterhin treu, was wäre Jabulani ohne Euch? Ich verspreche, dass ich mit aller Kraft weiterhin unseren Armen helfe. Und Gott schickt mir immer wieder die nötige Energie!

Die ganze Jabulani-Familie wünscht Euch frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch in das Jahr 2018.

Gott Segne Euch,
Eure Sr Marco

Sr. Marco

 

 

Unser Weihnachtsbrief von 2016 
 

Was war los hier bei uns in JABULANI 2016 ?

Liebe Jabulani-Freunde

Wir vom Jabulani Selbsthilfe Zentrum wollen das Jahr 2016 noch einmal Revue passieren lassen.
Es gibt bei so einem Projekt so viel zu berichten, dass man Seiten damit füllen könnte. Ich möchte nun mit einem kleinen Überblick einige der Schwerpunkte beleuchten.

Aber fangen wir mit dem Januar 2016 an. Für etwa 400 Schülerinnen und Schüler musste eine Schuluniform und Schuhe gekauft werden. Das sind die Kinder der im Jabulani beschäftigten Mütter, aber zum Teil auch Väter. Den Kindern soll damit gezeigt werden - deine Mutter arbeitet im Jabulani und verdient dadurch Geld, damit du zur Schule gehen kannst. Aber auch die Kinder selbst müssen ihren Teil dazu beitragen. Je nach Alter müssen sie in den Schulferien verschiedene Aufgaben im Jabulani erfüllen. Sehr erfolgreich ist es, wenn die Älteren den Jüngeren in den verschiedenen Schulfächern, vor allem in Mathematik, Englisch und Geschichte helfen. Für die Kinder gibt es eine ganz klare Regel, wer nicht hilft wird auch nicht unterstützt. Damit soll ganz klar zum Ausdruck gebracht werden, umsonst gibt es im Jabulani nichts.

Viele von Ihnen wollen natürlich auch wissen, was passiert so im Laufe des Jahres mit dem Spendengeld. So bauten wir in den letzten Jahren über 100 Wellblechhäuser und verhalfen dadurch vielen Familien zu einem Dach über dem Kopf. Die Meisten von ihnen hausten davor in selbstgezimmerten Bretterverschlägen. Sehr viele haben diese Häuser vor allem innen aber auch aussen hübsch angestrichen, so dass man gar nicht sieht, dass es Wellblechhäuser sind.

Jeden Morgen stehen 350 Kinder da und warten auf ein Frühstücksbrot. Für die 120 Frauen und auch für bis zu 500 Kinder gibt es ein warmes Mittagessen. Dann stehen immer wieder einige vor dem Tor und bitten um etwas zu Essen. Oft kommen aber auch Kinder an und bitten um Unterstützung, viele werden von den Müttern geschickt, die nicht im Jabulani arbeiten. Wir prüfen die Geschichte und besuchen die Familie. Wenn es wirklich nötig ist, wird die Familie unterstützt. Oft entdeckt man dabei in der Nachbarschaft weitere Notfälle, die meisten sind krank und tragen den Aids Virus in sich und niemand kümmert sich um diese armen Menschen. Gloria, das helfende Herz von Jabulani, übernimmt dann die Versorgung dieser Familien. Es ist schon erstaunlich, wie Gloria mit so viel Energie das immer wieder schafft. Unsere nimmermüde Jabulani Sozialarbeiterin.

Im Jabulani Selbsthilfe Zentrum sind 120 Frauen registriert und 90 von ihnen sind HIV infiziert. Das ist ein sehr großes Jabulani Problem, das eben auch viel Geld verschlingt. Die Medikamente sind kostenlos, aber um daran zu kommen ist der Besuch des Krankenhauses nötig. Nur das ist leider recht weit entfernt. Jabulani übernimmt die ständig anfallenden Fahrtkosten. Aber um die Medikamente einzunehmen, muss zuvor am Morgen etwas gegessen werden, oft ist nichts da, also werden die Medikamente auch nicht genommen. Da wir von einer Brotfabrik täglich Toastbrote erhalten, konnte dieses Problem nun doch überwiegend zum Guten geregelt werden.

Bisher haben die Frauen wöchentlich etwas Bargeld bekommen. Nun wird dieser Betrag auf eine Bankkarte geladen und die Frauen müssen kein Bargeld mehr mit sich rum tragen. Es war erstaunlich wie schnell der Umgang mit der Bankkarte gelernt wurde. Wieder ein Fortschritt zur Selbständigkeit.

Das Jabulani selbst wurde mit viel Farbe rundum verschönert und erstrahlt nun in einem bunten Glanz. Leider wurde auch bei uns mehrmals eingebrochen. Dabei wurden alle Wasserrohre, die aus Kupfer waren, rausgerissen. Über das Wochenende floss sehr viel Wasser unentdeckt, das von uns bezahlt werden musste. Auch hatten die Diebe es auf die Stromkabel abgesehen. Die Kupferrohre wurden durch Kunststoffrohre ersetzt.

Auch die Dürre, die Südafrika heimsuchte, machte auch vor Jabulani nicht halt, vor allem unser Gemüsegarten litt sehr darunter.

Dank Eurer Unterstützung gelingt es uns trotz der vielen täglich erneut auftretenden Probleme und Ärger, unseren Leuten das Leben doch um einiges erträglicher zu machen. Unsere ganz große Bitte für das Neue Jahr, vergesst Jabulani nicht, denn wir brauchen ganz dringend Eure finanzielle Unterstützung.

Seit Juni habe ich oft gesundheitliche Probleme und muss immer wieder das Bett hüten. Aber das Jabulani hat ein so gut eingespieltes Team, jeder hat seine Aufgabe, so dass alles wie stets gewohnt weiterläuft. Da ist Louis, er ist Rentner und täglich bei uns. Er ist so etwas wie der Vater im Jabulani. Louis erledigt alle anfallenden (Reparatur) Arbeiten, fährt fünf Mal in der Woche zu einer Grossbäckerei, um das gespendete Brot abzuholen, oder kauft für das tägliche Essen ein. Dann unterstützen uns noch vier freiwillige Helferinnen. Rosemarie kümmert sich um die (Online) Finanzen, Sabine, unsere deutsche Freundin, kümmert sich um den regen deutschen Schriftverkehr, Debbie um die Buchhaltung und dann ist auch Ingeborg in Österreich sehr wichtig, die ·den Kontakt zu Euch pflegt und die jeweiligen Dankesbriefe versendet. Bitte, falls Sie eine E-Mail Adresse haben, teilen Sie sie uns mit. Es würde uns sehr die Arbeit erleichtern und insbesondere Kosten sparen. jabulani@eastcoast.co.za.

Wie am Anfang des Briefes erwähnt, es gäbe vieles, was es wert wäre zu erzählen. Aber Jabulani und natürlich auch Südafrika mal selbst zu erleben lohnt sich ganz sicher. Wir vom Jabulani Selbsthilfe Zentrum freuen uns sehr über jeden Besuch. Melden Sie sich doch mal, gerne beantworten wir alle Fragen. Auch über eine Südafrika Reise.

Auch erwähnenswert ist, St Marys Hospital, das einzige katholische Krankenhaus in Südafrika, wurde von der Provinz KwaZulu-Natal gekauft und übernommen. Die Schwestern konnten es finanziell nicht mehr managen.

Die Jabulani-Familie und ich wünschen Euch gesegnete Weihnachten und Frieden im Herzen.
Für das Neue Jahr wünschen wir Euch ein weites Herz.

*** Frohe Weihnachten ***** Merry Christmas ***
*** Ngikufisela uKhisimusi Omuhle ***

unterschrift

 

 

Unser Weihnachtsbrief von 2015
 

Was war los hier bei uns in JABULANI 2015 ?

Liebe Jabulani-Freunde

Das Jahr 2015 neigt sich nun dem Ende zu und wir möchten die Gelegenheit nutzen um Ihnen  mit  einen  kleinen  Jahresrückblick  zu  zeigen,  was  mit  Ihren  Spenden  möglich gemacht wurde.

Kurz nochmal die Hintergründe für die Entstehung des Hilfszentrums. 1987 gab es in Mariannhill starke Überschwemmung wodurch viele Menschen in den Townships ihre Häuser verloren. Sie und auch Flüchtlinge kamen in die Mission Mariannhill und baten um Hilfe. Im Zuge der Versorgung der Menschen und vieler Gespräche wurde Sr. Marcos Wunsch den Menschen zu helfen immer größer. Am 4. Januar 1988 wurde deshalb das Hilfszentrum Jabulani offiziell gegründet. Wenn Personen kamen wurden sie einfach nach ihren Fähigkeiten in der Küche, Nähstube oder im Garten eingeteilt. „Man beginnt mit dem was man hat, wir machen aus allem was uns gegeben wurde etwas“ erzählt Sr. Marco. Ziel  des  Selbsthilfezentrums  ist  es  den  Frauen  und  Kindern,  welche  häufig  in  der Gesellschaft vergessen werden, Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Im Jabulani Zentrum finden alle Bedürftigen eine Aufnahme, egal welcher Religion oder Stammeszugehörigkeit.


Heute sind ungefähr 150 Frauen, 16 Männer und bis zu 500 Kinder Teil der großen Jabulani  Familie.  70%  davon  sind  an  HIV,  Tuberkulose,  Diabetes  oder  Bluthochdruck erkrankt. Hier übernimmt Jabulani die Kosten für die medizinische Versorgung. Täglich kommen noch viele andere Menschen zu Jabulani um sich eine warme Mahlzeit zu holen.

Jabulani leistet einen wertvollen Beitrag zur Bildung indem das Zentrum durch Ihre Spenden die Kosten für die Schule, die Schuluniformen und den Schulbus übernimmt. Somit investiert Jabulani in die Bildung der Kinder und in eine bessere Zukunft Südafrikas.

Bereits letztes Jahr startete das Projekt „Wellblechhaus“. Wodurch vielen Frauen und ihren Kindern ein Dach über den Kopf gegeben wird. Ein Haus aus Wellblech kostet Jabulani um die 500 Euro, ohne Arbeitszeit. Mittlerweile konnten bereits um die 100 Häuser dank Ihrer großzügigen Spenden gebaut werden. Gerade sind wir in Jabulani  dabei, eine selbstgebaute Solarlampe zu testen welche zusätzlich Sonnenlicht in das dunkle Innere der Wellblechhütten bringen soll.

In den letzten Monaten wurde von den Männern der Jabulani-Familie fleißig gehämmert, gepinselt, geputzt und gewerkelt. So wurde die Fassade vom Haupthaus ausgebessert und gestrichen. Auch das Büro erstrahlt im neuen Glanz. Die Männer säuberten das Dach und führten Ausbesserungsarbeiten durch. Außerdem wurde das Plumpsklo abgerissen und dafür ein Toilettenhäuschen mit Wasseranschluss errichtet.


Nach  diesen  kleinen  Jahresrückblick  bleibt  uns  nur  noch  zu  sagen,  dass  all  diese großartigen Projekte ohne Ihre finanzielle Unterstützung aus Österreich, Deutschland und der Schweiz nicht möglich gewesen wäre. Ein von Herzen kommendes Dankeschön an dieser Stelle an Sie!


Wir bauen auch im kommenden Jabulani-Jahr auf Ihre Unterstützung um weiterhin für die große Jabulani-Familie sorgen zu können!
Wir wünschen Ihnen ein fröhliches und gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben!

Liebe Grüße aus Jabulani!

 unterschrift

 

 

Unser Weihnachtsbrief von 2014
 

Was war los hier bei uns in JABULANI 2014 ?

Liebe treue JABULANI-Freunde!

Wie alljährlich zu Weihnachten möchte ich euch Neuigkeiten aus Jabulani schreiben:
Zuallererst haben wir es geschafft heuer 60 Wellblech-Hütten zu bauen für neue Familien, die zuzogen. Die letzten müssen Weihnachten fertig werden, damit die Familien Weihnachten schon darinnen feiern können. Zwischen 6000 und 7.000 Rand kostet so ein Haus, ca. 500 Euro.

Dann – es ist heute noch unfaßbar, starb mein einziger langjähriger Mitarbeiter Alli ganz plötzlich. Er war seit Jahrzehnten ein treuer Mitbegleiter in JABULANI. Vor vielen Jahren durfte ich ihm nach einer Schußverletzung das Leben retten und ihn gesundpflegen. Er mußte daraufhin sein Studium beenden, blieb hier in Jabulani und diente mir seither als treuer loyaler Helfer.

Alli kümmerte sich um den Gemüsebau, teilte die Arbeit ein, schlichtete Streitereien unter den Frauen (Zickenkriege) verteilte die Brotration usw, kurzum – Alli kümmerte sich um alle Außenangelegenheiten. Mir blieben dadurch die Hände frei für die großen Probleme.

Nun, es muß weitergehen und es geht weiter. Leider mußte ich heuer auch meine Augen operieren lassen. Mittlerweile geht es mir mit dem Lesen schon etwas besser. Ich hoffe auch dieses Mal, daß mir unser Herrgott wie so oft wieder hilft!

Daß hier in JABULANI keine Bürokräfte arbeiten, kommt mir gerade derzeit schmerzlich zu Bewußtsein. So notwendig wäre eine Ganzjahreskraft, die mir die Schreibarbeiten und verschiedene Besorgungen abnimmt. So brauche ich viel Zeit dafür, die ich für Wichtigeres verwenden könnte.

Aber es ist auch zu sagen das Jabulani nur so gut funktoniert, weil das ganze Team so gut zusammen arbeitet und jeder probiert dem anderen zu helfen, wenn jemand ein Problem hat.

Die Frauen und Männer hier in Jabulani sind keine Angestellente sondern Arbeiten hier um sich und ihre Familien zu ernähren und ihren Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen. Die Männer hier haben erst in den letzten Wochen den Großteil von Jabulani neu gestrichen und ausgebessert. Jetzt ist alles wieder schön bunt und jeder erfreut sich daran wenn er nach Jabulani kommt.

Natürlich gibt es hier auch immer Problme zu bewältigen, da fast alle Frauen HIV+ und dadurch sehr geschwächt sind. Leider sind auch heuer wieder ein paar unserer Frauen gestorben.

Immer wieder sind ganz liebe Praktikanten, wir nennen sie volunteers, hier – aber leider zu kurz, um ihnen den „Bürokram“ aufbürden zu können

So, meine Lieben, habe ich Euch berichtet, was alles hier los war. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß täglich eine lange Menschenschlange in JABULANI vor dem Zaun wartet und nach Einlass mich bittet, ihre Sorgen zu hören, Essen zu erhalten, bei Behördengängen zu helfen und und und…..

Man wird sich in Europa nicht vorstellen können, wie umständlich hier alles läuft, wenn man arm und schwarz ist.

Allen von Euch, die mir nach Alli’s Tod konduliert haben, danke ich aus ganzem Herzen! Geteiltes Leid ist einfach das halbe Leid, es tut mir so gut, daß Ihr an mich denkt.

Bitte bleibt uns weiterhin treu, was wäre JABULANI ohne Euch??? Ich verspreche, daß ich mit aller Kraft weiterhin unseren Armen helfe. Und Gott weiß das und schickt mir immer wieder volle Energie!

Die ganze JABULANI-Familie wünscht euch Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch in das Jahr 2015.

GOTT SEGNE EUCH,   Eure

unterschrift

 

P.S. Wir würden uns sehr freuen wenn sie uns Ihre E-Mail Adresse zukommen lassen würden. Am Besten schicken sie uns einfach eine E-Mail an jabulani@eastcoast.co.za . Vielen lieben Dank.